Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich klar positioniert:
„Wer einen Holzofen hat, soll ihn nutzen. Wer noch keinen hat, aber einen einbauen könnte, soll sich einen kaufen.“ (siehe hier)
Diese Aussage begründet er mit Versorgungssicherheit in Krisenzeiten und verweist darauf, dass aktuell jeder dritte Haushalt in Bayern einen Holzofen besitzt.

Aiwangers Appell und was dahintersteckt

Mit dem „Pakt Holzenergie Bayern“ bekennt sich die bayerische Staatsregierung deutlich zur Nutzung von Holzenergie.
Der Pakt wurde von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Forstministerin Michaela Kaniber sowie von acht Partnern und Verbänden im Freistaat unterzeichnet. Ziel ist es, die energetische Nutzung von Holz, insbesondere im Rahmen der Wärmewende, zu stärken und weiterzuentwickeln. (bayern.de)

Unterzeichnet wurde der Pakt im bayerischen Kloster Ettal von Vertretern der Kommunen, Forstwirtschaft und Holzenergiebranche. Aiwanger begründet den angestrebten Einsatz von mehr Holzenergie damit, dass Bayern ein Waldland sei und immer mehr Holz in den Wäldern stehe, das genutzt werden müsse, damit die Wälder stabil bleiben. Solarserver

Erneuerbare Energien decken in Bayern rund 26 Prozent der Wärmeversorgung ab. Holz ist darunter der bedeutsamste Energieträger: 73 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien in Bayern stammt aus fester Biomasse. Cluster-forstholzbayern

Stimmt das mit den 120 Litern Heizöl?

Ja, der Faktencheck fällt eindeutig aus. Ein Ster (Raummeter) Brennholz ersetzt rund 120 Liter Heizöl. Das ist eine in der Branche vielfach zitierte und handwerklich belegte Faustformel. Die TU München belegt in einer Ökobilanzstudie, dass beim Ersatz von Heizöl durch Holz pro eingesetztem Erntefestmeter rund 550 kg CO2-Äquivalente vermieden werden können.

Das Technologie- und Förderzentrum Bayern bestätigt: Holzbrennstoffe emittieren in der Klimabilanz nur 15 bis 24 g CO2-Äquivalente pro kWh, verglichen mit 313 g/kWh bei Heizöl und 241 g/kWh bei Erdgas. Der Grund: Das bei der Verbrennung freigesetzte CO2 ist Teil des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs und wird bilanziell nicht angerechnet.

Ein wichtiger Hinweis zur Einordnung: Der WWF weist darauf hin, dass Holz pro Megawattstunde mehr CO2 freisetzt als Gas. Entscheidend für die Klimabilanz ist jedoch, ob das Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt und welchen Substitutionseffekt es erzielt. Moderner Holzheizung aus zertifiziertem, regionalem Holz steht die Wissenschaft mehrheitlich positiv gegenüber.

Was Prof. Harald Lesch dazu sagt

Professor Harald Lesch, Astrophysiker an der LMU München und bekanntes Wissenschaftsgesicht bei Terra X im ZDF, hat sich in mehreren Videos ausführlich zum Thema Heizen geäußert.
Lesch diskutiert verschiedene Alternativen zur traditionellen Heiztechnologie, darunter Holzheizung, Biogas, Wasserstoff und Wärmepumpen, und betont, dass jede dieser Alternativen ihre eigenen Vor- und Nachteile hat und dass keine Einzellösung alle Heizprobleme lösen kann. Obwohl Holzheizungen klimaneutral sein können, da sie Kohlenstoff aus der aktuellen Atmosphäre und nicht aus fossilen Quellen nutzen, sind sie in der Realität oft weniger effizient und umweltfreundlich als im Idealfall. Blaulicht Sachsen

Lesch hebt Wärmepumpen als besonders effiziente Heiztechnologie hervor. Sie nutzen elektrische Energie, um Wärme aus der Umgebung zu extrahieren, wodurch sie im Vergleich zu anderen Heizmethoden deutlich effizienter sind. Er betont, dass Wärmepumpen und Elektromobilität keine grünen Spinnereien sind, sondern Technologien mit der höchsten Effizienz. Utopia.de

Leschs Position lässt sich so zusammenfassen: Holz ist fossilen Brennstoffen grundsätzlich vorzuziehen, weil es keinen jahrmillionenalten Kohlenstoff aus der Erde holt. Die Klimaneutralität gilt jedoch nur bei nachhaltiger Herkunft und effizienter Verbrennung. Die Wärmepumpe bleibt für Lesch die bevorzugte Langfristtechnologie.

Weitere Prominente Stimmen und Forstexperten

Aiwanger steht mit seiner Position nicht allein. Mehrere hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wandten sich in einem offenen Brief an die Europäische Kommission, den Rat und das Parlament mit dem Appell, die energetische Nutzung von Holz nicht als Klimaschutzinstrument aufzugeben.

Gerolf Bücheler, Geschäftsführer des Fachverbands Holzenergie und Bundesverbands Bioenergie, ist überzeugt, dass die Klimaziele ohne Holz nicht zu erreichen sind. Tagesspiegel

Forstministerin Michaela Kaniber bringt es auf den Punkt: „Holzenergie aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung ist und bleibt ein regional erzeugter, erneuerbarer Energieträger und eine unverzichtbare Säule der Energiewende.“

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat in seinem Klimaschutzprogramm 2026 dargelegt, dass Deutschland moderner und unabhängiger von unsicheren fossilen Importen werden soll. German Bundestag

Holzofen und Wärmepumpe: Ein sinnvolles Duo

Die Kombination aus Holzofen und Wärmepumpe ist keine Entweder-oder-Entscheidung.
Beide Technologien ergänzen sich ideal. Die Wärmepumpe arbeitet hocheffizient bei moderaten Außentemperaturen und deckt den täglichen Grundbedarf. Der Holzspeicherofen übernimmt die Spitzenlast an sehr kalten Tagen, wenn die Wärmepumpe an Effizienz verliert, und entlastet sie dadurch spürbar. Das Institut für Technische Gebäudeausrüstung bestätigt in einer Studie, dass die Kombination beider Systeme den Gesamtwärmepreis deutlich senken kann. Bei Stromausfall funktioniert der Holzofen weiterhin, während die Wärmepumpe stillsteht.
AMBIO-Speicheröfen lassen sich problemlos in moderne Hybridkonzepte integrieren, auch mit Wärmetauscher und Pufferspeicher.

Der Holzofen als Krisenvorsorge

Ein klassischer Holz- oder Grundofen funktioniert ohne elektrische Steuerung und ohne externe Energiequelle.
Stromausfälle, wie der mehrtägige Ausfall in Berlin, zeigen, wie schnell moderne Heizsysteme an ihre Grenzen stoßen. Wer einen Holzofen hat, kann Wohnräume auch beim Blackout zuverlässig beheizen. AMBIO-Speicheröfen brauchen weder Strom noch Gas und sind damit eine ideale Rückfallebene in Ausnahmesituationen.

Warum der Speicherofen die beste Wahl ist

Ein normaler Kaminofen gibt Wärme, solange er brennt. Ein Speicherofen speichert die Energie in seiner keramischen Masse und gibt sie über 12 bis 24 Stunden als gesunde Strahlungswärme ab.
Die Vorteile: Wirkungsgrade bis zu 90 Prozent, einmaliges Anheizen reicht für einen ganzen Tag, keine Strom- oder Gasabhängigkeit, Strahlungswärme ohne Luftumwälzung, und die Kombinierbarkeit mit Wärmepumpe, Solar und Heizkesseln. Handwerklich gesetzte Grundöfen unterliegen unter bestimmten Voraussetzungen nach der Bundesimmissionsschutzverordnung erleichterten Anforderungen.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Wirkungsgrad bis zu 90%:  einer der höchsten aller Heizsysteme (mehr dazu hier)
  • Einmaliges Anheizen reicht für einen ganzen Tag Wärme (Funktion & Vorteile)
  • Keine Strom- oder Gasabhängigkeit. 100% autark betreibbar (Technik & Wissen)
  • Strahlungswärme ist ideal für Allergiker und ein gesundes Raumklima
  • Kombination mit Solarthermie möglich: ganzjähriges Energiekonzept (Heizen mit Holz?)
  • Erlaubt nach BImSchV. Handwerklich gesetzte Grundöfen sind von strengen Emissionsgrenzwerten ausgenommen (Fragen & Antworten)
  • Geringer Holzverbrauch bei gleichzeitig langer Wärmespeicherung

Das intelligente Energiekonzept für Ihr Zuhause

Die AMBIO-Ganzhausheizung verbindet Speicherofen, Solaranlage und bei Bedarf Wärmepumpe zu einem ganzjährigen Energiesystem.
Im Winter übernimmt der Speicherkachelofen die Hauptrolle und liefert über einen Wärmetauscher sowohl Heizwärme als auch Warmwasser. Im Sommer sorgt die Solaranlage für Warmwasser. Reicht die Sonnenenergie nicht aus, steht die Wärmepumpe als zuverlässige Ergänzung bereit.

Lassen Sie sich von uns beraten. Bei AMBIO planen und bauen wir Speicheröfen, die perfekt zu Ihrem Zuhause passen: effizient, nachhaltig und unabhängig.

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