Speicheröfen und Kaminöfen sind nicht nur stilvolle Elemente für Ihr Zuhause, sondern auch effiziente und nachhaltige Heizlösungen. Doch bevor Sie sich für einen Ofen entscheiden, tauchen oft viele Fragen auf: Welcher Ofen passt zu meinen Bedürfnissen? Wie funktioniert die Installation? Welche Brennstoffe sind geeignet? In unserer umfassenden FAQ-Liste finden Sie präzise Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Speicher- und Kaminöfen. Egal, ob Sie sich über Kosten, Wartung oder Umweltfreundlichkeit informieren möchten – hier erhalten Sie alle wichtigen Informationen auf einen Blick.
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Was ist ein Grundofen und wie funktioniert er?
Ein Grundofen ist ein massiv gebauter Speicherofen, der mit Holz befeuert wird und seine Wärme über viele Stunden hinweg langsam über Strahlung abgibt. Im Inneren leitet ein spezielles Kanalsystem die heißen Rauchgase durch den Ofenkörper, bevor sie den Schornstein erreichen – so wird die Wärme im Speichermaterial gebunden. Das sorgt für ein besonders behagliches Raumklima.
→ Mehr über Aufbau und Funktionsweise erfährst du im ausführlichen Beitrag.
Ist ein Grundofen noch erlaubt?
Ja, Grundöfen sind auch nach 2025 weiterhin erlaubt. Handwerklich gesetzte Grundöfen und Kachelöfen sind von den strengen Regelungen der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) ausdrücklich ausgenommen. Im Gegensatz zu industriell gefertigten Kaminöfen müssen traditionelle Grundöfen, die vor Ort gemauert werden, keine Emissionsgrenzwerte nachweisen. Diese Ausnahmeregelung gilt für alle vor Ort handwerklich errichteten Wärmespeicheröfen mit gemauerten Feuerräumen und Zügen. Moderne Ambio-Grundöfen erfüllen zudem alle aktuellen Umweltstandards und können bedenkenlos betrieben werden.
Vorteile und Nachteile eines Grundofens
Ein Grundofen überzeugt durch lange Wärmespeicherung, angenehme Strahlungswärme und eine saubere Verbrennung. Gleichzeitig benötigt er jedoch eine längere Aufheizzeit und sollte fachgerecht geplant und eingebaut werden. Für manchen Bauherren können auch die höheren Anschaffungskosten ein Nachteil sein.
→ Im Blogartikel zeigen wir, für wen sich ein Grundofen lohnt – und wann nicht.
Wie lange speichert ein Grundofen Wärme?
Dank seiner massiven Bauweise kann ein gut konstruierter Grundofen die Wärme bis zu 12 oder sogar 24 Stunden speichern – abhängig von Größe, Speichermaterial und Nutzung. Er gibt die Wärme gleichmäßig und langsam über Strahlung ab, was für ein wohliges Raumgefühl sorgt.
→ Warum das besonders effizient ist, erklären wir dir im nächsten Beitrag.
Grundofen kaufen: Worauf achten?
Beim Kauf eines Grundofens spielen Faktoren wie Raumgröße, Wärmebedarf, Design, Materialien und Anschlussmöglichkeiten eine zentrale Rolle. Auch die Erfahrung des Ofenbauers und die individuelle Planung sind entscheidend für ein optimales Ergebnis.
→ In unserem Blog zeigen wir dir die wichtigsten Entscheidungshilfen und Checklisten.
Wie lange darf ich meinen Grundofen noch betreiben?
Handwerklich gesetzte Grundöfen dürfen unbegrenzt weiterbetrieben werden, da sie nicht unter die Übergangsfristen der BImSchV fallen. Nur industriell gefertigte Kaminöfen, die vor dem 21. März 2010 installiert wurden, müssen seit dem 1. Januar 2025 bestimmte Emissionsgrenzwerte einhalten oder außer Betrieb genommen werden.
Grundöfen mit gemauerten Zügen sind davon ausgenommen. Falls Sie unsicher sind, ob Ihr Ofen als Grundofen gilt, kann Ihr Schornsteinfeger oder Ofenbauer dies anhand der Bauweise und des Typenschilds feststellen. Grundöfen bleiben damit eine zukunftssichere Heizlösung ohne zeitliche Begrenzung.
Grundofen mit Wasserführung: Funktion und Vorteile
Ein wasserführender Grundofen kann nicht nur den Raum heizen, sondern zusätzlich Warmwasser für die Zentralheizung oder Brauchwasserversorgung bereitstellen. Das macht ihn besonders effizient und umweltfreundlich – ideal für Niedrigenergie- oder Passivhäuser.
→ Wie das System genau funktioniert und welche Voraussetzungen nötig sind, erfährst du hier.
Grundofen vs. Kachelofen: Was sind die Unterschiede?
Der Grundofen speichert Wärme im massiven Kern und gibt sie über viele Stunden gleichmäßig als Strahlungswärme ab – ideal für kontinuierliche, angenehme Wärme. Ein Kachelofen dagegen kann schneller reagieren und auch Warmluft abgeben, oft mit keramischer Verkleidung und optionalen Heizgaszügen. Beide Systeme haben ihre Stärken – je nach Wohnsituation und Heizgewohnheiten.
→ Im Blogbeitrag vergleichen wir beide Ofentypen detailliert und helfen dir bei der Entscheidung.
Brennstoffe und Lagerung
Wie lagere ich Brennholz richtig?
Brennholz sollte trocken, gut belüftet und vor Regen geschützt gelagert werden. Ideal ist ein überdachter Holzstapel mit Abstand zum Boden, um Feuchtigkeit zu vermeiden.
Welches Holz darf ich verheizen?
Es darf nur unbehandeltes, trockenes Holz mit einem Wassergehalt von unter 20 % verwendet werden. Lackierte, beschichtete oder verunreinigte Hölzer sind verboten und schädlich für den Ofen sowie die Umwelt.
Technische Aspekte
Was ist die Nennwärmeleistung?
Die Nennwärmeleistung gibt die maximale Heizleistung des Ofens unter optimalen Bedingungen an und wird in Kilowatt (kW) gemessen.
Was ist die Abgastemperatur?
Die Abgastemperatur beschreibt die Temperatur der Rauchgase, die durch den Schornstein abgeführt werden. Sie sollte zwischen 200–300 °C liegen, um Kondensation zu vermeiden und eine effiziente Verbrennung zu gewährleisten.
Was ist der Zug?
Der Zug bezeichnet den Unterdruck im Schornstein, der für eine optimale Verbrennung sorgt. Ein korrekt eingestellter Zug verhindert Rauchentwicklung im Raum und sorgt für eine gute Wärmeübertragung.
Wie erkennt man einen Grundofen?
Ein Grundofen lässt sich an mehreren charakteristischen Merkmalen erkennen. Die massive Bauweise mit gemauertem Feuerraum aus Schamottesteinen und keramischen Heizgaszügen ist typisch. Anders als bei Kaminöfen besitzt ein Grundofen keine Metallrohre im Inneren, sondern durchgehend gemauerte Züge.
Das Typenschild gibt Aufschluss über Bauart und Baujahr. Funktional erkennt man einen Grundofen am langsamen Aufheizen und der langen Wärmespeicherung über 12-24 Stunden. Er wird typischerweise nur 1-2 Mal täglich befeuert und gibt hauptsächlich behagliche Strahlungswärme statt Konvektionswärme ab. Die Oberfläche ist meist mit Kacheln, Putz oder Naturstein verkleidet
Brauchwasser und Pufferspeicher
Welche Möglichkeiten bestehen zur Brauchwassererwärmung im Sommer, wenn der Speicherofen nicht beheizt wird?
Für die Brauchwassererwärmung können elektrische Heizstäbe oder Solarthermie genutzt werden, wenn der Speicherofen nicht in Betrieb ist.
Wie groß soll der Pufferspeicher sein?
Die Größe des Pufferspeichers hängt von der Heizleistung des Ofens ab. Eine Faustregel ist etwa 50 Liter pro kW Nennwärmeleistung.
Einsatzmöglichkeiten
Können Kachelofen-Zentralheizungen auch in Häusern mit hohem Energiebedarf eingesetzt werden?
Ja, Kacheofen-Zentralheizungen können durch entsprechende Dimensionierung auch größere Häuser effizient beheizen.
Sind Speicheröfen für Niedrigenergiehäuser geeignet?
Speicheröfen sind ideal für Niedrigenergiehäuser, da sie Wärme effizient speichern und langsam abgeben können.
Kosten und Kaufberatung
Was kostet eine Kachelofen-Zentralheizung?
Die Kosten variieren je nach Größe, Design und Ausstattung. Im Durchschnitt liegen sie zwischen 10.000 € und 20.000 € inklusive Installation.
Ist es erlaubt, einen Grundofen selbst zu bauen?
Der Selbstbau eines Grundofens ist rechtlich eingeschränkt. In den meisten Bundesländern ist eine Unternehmerbescheinigung nach § 12 der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) erforderlich, die nur ausgebildete Ofen- und Luftheizungsbauer besitzen. Ohne diese Qualifikation darf ein Grundofen nicht eigenständig errichtet werden.
Es gibt jedoch die Möglichkeit, mit Bausätzen unter fachlicher Anleitung zu arbeiten oder als Heimwerker Teilarbeiten wie Verkleidungen oder Kachelungen vorzunehmen. Der eigentliche Feuerraum und die Heizgaszüge müssen aber von einem Fachbetrieb gebaut werden. Zudem ist vor der Installation eine Genehmigung durch den zuständigen Schornsteinfeger erforderlich.
Ambio bietet hierzu professionelle Beratung und Begleitung bei Bauvorhaben an.
Welche Zusatzfunktionen sind bei einem Speicherofen sinnvoll?
Automatische Luftregelung, Smart-Home-Kompatibilität oder wasserführende Systeme zur Unterstützung der Zentralheizung sind praktische Optionen.
Wartung und Reinigung
Wie oft muss ein Speicherofen gewartet werden?
Eine jährliche Wartung durch einen Fachmann wird empfohlen, um die Sicherheit und Effizienz des Ofens zu gewährleisten.
Wie reinige ich meinen Kaminofen richtig?
Entfernen Sie regelmäßig Asche aus dem Brennraum und reinigen Sie das Sichtglas mit einem speziellen Glasreiniger oder Asche als Hausmittel.
Umweltfreundlichkeit
Sind Speicheröfen umweltfreundlich?
Moderne Speicheröfen erfüllen strenge Emissionsnormen (z.B. Ecodesign) und nutzen Brennstoffe effizient, was sie zu einer nachhaltigen Heizlösung macht.
Welche Rolle spielt ein Katalysator bei Kaminöfen?
Ein Katalysator reduziert Schadstoffemissionen erheblich und sorgt für eine sauberere Verbrennung, besonders bei Holzöfen.
Grundofen-Wärmetauscher
Kann ein Grundofen nachträglich mit einem Wärmetauscher ausgestattet werden?
In vielen Fällen ist eine Nachrüstung möglich, aber es hängt von der Bauart des Grundofens und den örtlichen Gegebenheiten ab. Ein Fachmann kann eine Einschätzung vornehmen, ob und wie ein Wärmetauscher integriert werden kann.
Wie effizient ist die Wärmeübertragung bei einem Grundofen mit Wärmetauscher?
Die Effizienz ist hoch, da die im Grundofen gespeicherte Wärme gezielt für die Warmwasserbereitung oder das Heizsystem genutzt wird. Dadurch wird die erzeugte Wärme optimal ausgenutzt.
Ganzhausheizung mit und ohne Solarthermie
Ist eine Ganzhausheizung mit einem Kaminofen realisierbar?
Ja, mit wasserführenden Kaminöfen ist dies möglich. Sie können in das zentrale Heizsystem integriert werden und zur Grundversorgung des Hauses beitragen.
Welche Vorteile bietet die Kombination von Solarthermie und Kaminofen in einer Ganzhausheizung?
Diese Kombination ermöglicht eine hohe Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Solarthermie nutzt Sonnenenergie, während der Kaminofen mit Holz eine nachhaltige Alternative darstellt. Gemeinsam sorgen sie für eine effiziente und umweltfreundliche Wärmeversorgung.
Welche faktoren muss man beachten wenn man eine Solarthermie Anlage in Kombination mit einem Kaminofen betreiben will?
Es muss beachtet werden das eine ausreichende puffer speicher grösse vorhanden ist, und das diese optimal dimensioniert wird. So das beide Heizungs arten eine ausreichende Wärme abgabe haben, und diese optimal verwendet werden kann.
Wirkungsgrad von Kaminen
Wie lässt sich der Wirkungsgrad eines Kaminofens optimieren?
Durch die Verwendung von trockenem, hochwertigem Holz, eine korrekte Luftzufuhr und die regelmäßige Reinigung des Kamins lässt sich der Wirkungsgrad deutlich steigern. Moderne Kaminöfen verfügen zudem über Technologien, die eine effiziente Verbrennung gewährleisten.
Was bedeutet der Wirkungsgrad bei einem Kaminofen?
Der Wirkungsgrad gibt an, wie viel der im Holz enthaltenen Energie tatsächlich in Wärme umgewandelt wird. Ein hoher Wirkungsgrad bedeutet, dass weniger Brennstoff für die gleiche Wärmeleistung benötigt wird.
Heizleistung
Wie berechnet man die benötigte Heizleistung für einen Raum oder ein Haus?
Die Heizleistung hängt von der Raumgröße, der Isolierung des Gebäudes und dem gewünschten Temperaturniveau ab. Es gibt Faustregeln, aber eine genaue Berechnung sollte von einem Fachmann durchgeführt werden.
Wie oft darf man einen Grundofen heizen?
Ein Grundofen sollte optimal 1-2 Mal täglich mit einer größeren Brennstoffmenge befeuert werden. Diese Heizweise ist ideal für die massive Speicherbauweise, da der Ofen die Energie über viele Stunden gleichmäßig als Strahlungswärme abgibt.
Im Gegensatz zu Kaminöfen, die mehrmals täglich mit kleineren Holzmengen nachgelegt werden, profitiert ein Grundofen von einer intensiven Abbrandphase mit anschließender langer Abstrahlphase.
Die genaue Heizhäufigkeit hängt vom Wärmebedarf, der Außentemperatur und der Speichermasse des Ofens ab. Bei milderen Temperaturen kann auch eine einmalige Befeuerung ausreichen, während an sehr kalten Tagen zwei Heizzyklen empfehlenswert sind. Wichtig ist, den Ofen nicht permanent zu befeuern, da dies die Speicherfunktion beeinträchtigt.
Welche Faktoren beeinflussen die Heizleistung eines Kaminofens?
Die Art und Menge des verwendeten Brennstoffs, die Konstruktion des Ofens und die Einstellungen der Luftzufuhr beeinflussen die Heizleistung. Auch der Schornsteinzug spielt eine wichtige Rolle.
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